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Asien

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Duftregion Asien

Kostbare Duftstoffe
Kostbare Duftstoffe

Keine andere Region der Erde verfügt über einen solchen Reichtum an aromatischen Gewächsen wie Indien. Die indische Duftkultur lässt sich mehrere Jahrtausende zurückverfolgen. Bereits 500 v. Chr. findet sich in den Aufzeichnungen des indischen Arztes und Weisen Susruta über die Grundlagen der Medizin die Beschreibung der Destillation von Duftstoffen. Düfte gehörten auch zur täglichen Pflege des Körpers. Im Kamasutra wird neben erotischen Kenntnissen auch vermittelt, wie sich Männer und Frauen pflegen sollten. Die Verwendung von duftenden Pflegeprodukten gehört dazu. Someshvara, ein Dichter des zwölften Jahrhunderts, beschreibt die morgendliche Waschung des Königs, dessen Abschluss eine Massage mit einem Parfümöl auf der Basis von Sesamöl darstellt. 

  

 

Buddhistischer Tempel
Ein Tempel in China

In China war es bereits um 5000 v. Chr. üblich, Weine und Speisen mit ätherischen Ölen, beispielsweise von Rose und Myrte, zu aromatisieren. Diese Öle galten aufgrund ihrer angeblich aphrodisierenden Wirkung als ausgesprochen wohltuend für den Körper. In taoistischen und buddhistischen Tempeln gehört es bis auf den heutigen Tag zum Ritus, mit verschiedensten Duftstoffen, unter anderem Myrrhe und Harze, zu räuchern. Das Parfümieren von Räumen, Atem, Kleidern und Körper besaß auch im täglichen Leben Bedeutung.

 

Räucherstäbchen im Alltag
Räucherstäbchen im Alltag

Seit über 15 Jahrhunderten wird in Japan zu verschiedenen Gelegenheiten Räucherwerkverbrannt. Das Wissen darüber überliefert die Koh-Do-Zeremonie, was man mit Weg der Räucherdüfte übersetzen kann. Zur Anwendung gelangt die alte Tradition beispielsweise bei der atmosphärischen Gestaltung eines Raumes, beim Empfang von Gästen oder als Mittel zur Intensivierung einer bestimmten Gefühlsstimmung. Räucherwerk gibt es in vielfältigen Formen. Spiralen, Kugeln, Kegel oder die auch im Westen bekannten Stäbchen legen Zeugnis ab von der Ausdifferenzierung im formalen Bereich. Bestandteile sind unter anderem Hölzer, Kräuter, Öle und Gewürze. Diese werden zusammen mit Bindemittel und Wasser zu einer Paste verrieben, um anschließend zu Stäbchen gepresst zu werden. Einer der wichtigsten herstellungsorte für Räucherwerk in Japan ist nach wie vor die Insel Awaji in der Nähe von Kobe.

Im Gegensatz zu Europa parfümierten Chinesen und Japaner eher ihre Umgebung und weniger den Körper. Das hatte hygienische Gründe. Regelmäßiges Waschen war in Ostasien, anders als im alten Europa, üblich, weshalb keine derart große Notwendigkeit bestand, den Körper zu parfümieren.

 

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